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Pädagogisches Konzept

Unser Hauptanliegen ist es, das Kind bei der Eroberung seiner Welt zu unterstützen und zu fördern und ihm ein positives Selbstbild zu vermitteln.
Entsprechend seinen Bedürfnissen bieten wir dem Kind vielfältige Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten zum ganzheitlichen Lernen an. Wir verstehen uns als Entwicklungsbegleiter, die jedes Kind in seinem Entwicklungs-/Bildungsprozess individuell und bilingual begleiten.
Grundvoraussetzung dafür ist Vertrauen und Bindung. Nur ein zufriedenes Kind, das sich wohl fühlt und gerne in den Kindergarten kommt, kann mit Freude und Neugier lernen und sich mit der Welt auseinandersetzen. Wichtig dafür sind liebevolle, zuverlässige und respektvolle Erzieherinnen als Bezugspersonen, zu denen das Kind eine vertrauensvolle Bindung aufbauen kann. Besonderen Wert legen wir daher auf eine intensive Eingewöhnungsphase, die individuell auf das einzelne Kind abgestimmt wird. Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist der "Situationsorientierte Ansatz".
 
Unser Bild vom Kind
Kinder sind von Geburt an kompetente Wesen, die in sich große Potenziale zur Entwicklung tragen. Um diese Anlagen entfalten zu können, brauchen sie vielfältige Anregungen durch ihre Umwelt. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Individualität des Kindes, unterstützen und ermutigen wir das Kind seinen eigenen Weg zur Entfaltung seiner Potenziale zu finden.
 
Bildung und Lernen
Bildung wird immer noch mit Wissensvermittlung gleich gesetzt. Es wurde bisher angenommen, dass die Erzieherinnen bestimmen, bzw. beeinflussen können was die Kinder lernen (sollen). Lernen ist kein passiver Vorgang, sondern setzt die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt und sich selbst voraus.
"Wer Lernen für einen passiven Vorgang hält, der sucht nach dem richtigen Trichter. Wer aber Lernen als eine Aktivität versteht, wie beispielsweise das Laufen oder das Essen, der sucht keinen Trichter, sondern denkt über die Rahmenbedingungen nach, unter denen diese Aktivität am besten stattfinden kann“ (Manfred Spitzer 2006: Lernen - Gehirnforschung und die Schule des Lebens).
Bildung umfasst zum einen die Weltaneignung durch Erforschen, Erfahren und Nachdenken, zum anderen umfasst sie auch die Bildung der Persönlichkeit. Bildung ist immer Selbstbildung, d.h., die Kinder lernen am besten, wenn sie aktiv beteiligt sind und ihren Alltag mitgestalten, ausprobieren und experimentieren dürfen. Alles Lernen geschieht über das Handeln. Kinder können also nicht „gebildet werden“, sondern müssen sich selbst bilden. Für diese Selbstbildungsprozesse brauchen Kinder die Auseinandersetzung mit anderen Kindern und mit uns Erwachsenen, die sich gemeinsam mit ihnen auf die Suche begeben und keine fertigen Lösungen präsentieren.
Kinder unterscheiden hierbei nicht zwischen spielen und lernen. Spielen heißt lernen!

Der situationsorientierte Ansatz
Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder. Die Kinder sollen lebenspraktische Kompetenzen aufbauen und erweitern, Erfahrungshorizonte vergrößern, ihre Selbständigkeit weiterentwickeln und sich als Teil ihrer Umwelt verstehen.

Grundsätze des Situationsorientierten Ansatzes:

  • Ein Kind soll frei von Irritationen und Spannungen aus der Vergangenheit sein, um in der Gegenwart wahrnehmungsoffen handeln zu können
  • Kinder haben von Anfang an eigene Rechte
  • Bildung ist immer Selbstbildung
  • Kinder leben und lernen in interkulturellen Zusammenhängen
  • Die pädagogische Arbeit beruht auf Situationsanalysen und folgt einer Prozesshaften Planung
  • Erwachsene sind verantwortlich für verlässliche Beziehungen und ein anregendes Umfeld
  • Kinder eignen sich die Welt vor allem im Spiel an
  • Die pädagogische Arbeit geht von den sozialen und kulturellen Lebenssituationen der Kinder und  ihren Familien aus
  • Erzieherinnen sind Lehrende und Lernende zugleich
  • Eltern und Erzieherinnen sind Partner in der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder Die pädagogischen Ziele sind: Autonomie, Solidarität und Kompetenz

    (Armin Krenz 2004: Der Situationsorientierte Ansatz auf einen Blick)